Leverkusen : Bensberg 78:93

 

Überraschend aber trotzdem völlig, vor allem in der Höhe (78:93), verdient verlor der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer aus Leverkusen (19:0) gegen eine toll aufspielende und aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft aus Bensberg (11:8).

 

Leverkusen startete schon ungewohnt schwach ins erste Spielviertel. Nach 9 Minuten stand es 22:22 und erste ein 7:0 Lauf in der letzten Minute erbrachte eine kleine Führung (29:22).  Je länger das Spiel andauerte je schwächer schienen die Farbenstädter zu spielen. Hätte Leverkusen im zweiten Spielabschnitt nicht besonders gut von der Dreipunktelinie getroffen, das Viertel wäre sicher höher als nur mit einem Punkt (21:22) verloren worden.

 

Trotz der schwachen Leistung sah die Halbzeitführung von 50:44  dennoch wie eine kleine Versicherung aus. Leverkusens T. Spoeler hatte bis zur Halbzeit immerhin 10 Punkte, 8 Rebounds, 2 Blocks und 4 Steals geholt und war auf gutem Weg das Spiel mit einem Tripple Double zu beenden. Bensberg fand bis zu diesem Zeitpunkt auch kein wirkliches Mittel gegen den Angriff der kleinen Giants. Dann kam das dritte Spielviertel.

 

Leverkusen gab zunächst, innerhalb von 3 Minuten, die Führung, sang und klanglos, mit einem 7:0 Lauf ab. Dann erlaubte man sich eine Wurfquote von 3/20 in diesem Spielviertel (1/9 Dreier) und verlor das Spielviertel dem entsprechend  deutlich und völlig verdient mit 8:26. Bensberg gelang in dieser Phase vieles, aber die absolut indiskutable Verteidigungsleistung der Leverkusener Spieler war damit nicht zu erklären , geschweige denn zu entschludigen.

 

Bensberg schnupperte jetzt an der Sensation. War es möglich die klare 58:70 Führung über die Zeit zu bringen ? Würde Leverkusen nochmal eine Trotzreaktion zeigen wie in Paderborn ? Leverkusen versuchte alles und schaffte es zwischenzeitlich sogar auf 7 Punkte zu verkürzen (73:80 / 6 Minute). Leverkusen hatte Ballbesitz und vertendelte 3 Mal fahrlässig den Ball. Bensberg nutzte dies zu drei einfachen Korblegern und das Spiel war entschieden. Bensberg verstand es aussergewöhnlich gut die verbleibende Spielzeit optimal auszunutzen und dennoch zu punkten. Die Sensation war perfekt.

 

Bensberg gewann bei diesem Auswärtsspiel drei Spielviertel, verteidigte besser, kämpfte aufopferungsvoll und brannte eine offensives Feuerwerk ab.  Bei Leverkusen sollten sich nach diesem Spiel einige Spieler fragen ob bei ihnen Anspruchsdenken und Realität noch zusammen passen.

 

Aus einer schwachen Mannschaft ragten allenfalls noch T.Spoeler (16 Punkte, 13 Rebounds) und Schreiber (17 Punkte, 6 Steals) heraus.

 

Bei Bensberg wäre es hohn einen einzelnen Spieler herauszuheben. Die Mannschaft kämpfte vorbildlich vom 1 bis zum 12 Mann und man mag sich gar nicht ausmalen wie dieses Spiel ausgegangen wäre wenn Bensberg nicht auch noch auf einen Erste Fünf Spieler hätte verzichten müssen.